Anpassung¶
Anpassen des Magnetspalts¶
Der Magnetspalt ist der Abstand zwischen Schwingmagnet und Anker. Der Abstand ist ab Werk eingestellt und muss nur angepasst werden, wenn ein Schwingmagnet ersetzt wurde. Zusätzlich sollte der Magnetspalt nach Montagearbeiten an den Federpaketen kontrolliert werden. Den werksseitig eingestellten Magnetspalt entnehmen Sie den technischen Daten.
Bemerkung
Bei maximaler Einstellung von 100% am Steuergerät und korrekt eingestelltem Magnetspalt darf der Magnet beim Einschalten nicht am Anker anschlagen. Sollte dies der Fall sein, sind Federn auszubauen.
Bemerkung
Zur Einstellung des Magnetspalts muss der Schutzmantel demontiert werden.
Abb. 10 Beispielhafte Darstellung anhand eines Rundförderers vom Typ SRC-N 400¶
Zur Anpassung des Magnetspalts gehen Sie wie folgt vor:
Lösen Sie die Ankerbefestigungsschrauben (A) mit einem Sechskantschlüssel
Führen Sie die Fühlerlehre (B) seitlich zwischen Anker und Magnet (C) ein
Drücken Sie den Anker gegen den Magneten und ziehen Sie die Ankerbefestigungsschrauben wieder an
Die Fühlerlehre muss straff zwischen Anker und Magnet geschoben werden können, darf aber nicht verklemmen
Warnung
Entfernen Sie vor dem erneuten Einschalten die Fühlerlehre, um Beschädigungen an der Komponente zu vermeiden.
Anpassen von Federpaketen¶
Warnung
Durchführung von Veränderungsmaßnahmen
Bestimmte Tätigkeiten, wie der Austausch von Blattfedern oder anderen Komponenten, dürfen nur von Fachpersonal der RNA oder nach vorheriger Absprache mit Fachpersonal der RNA und anschließender Unterweisung durchgeführt werden.
Wichtig
Nach Arbeiten an Federpaketen ist der Magnetspalt zu kontrollieren und bei Bedarf neu einzustellen.
Warnung
Lösen Sie immer nur ein Federpaket, da sonst der Schwinger seine Position verliert und eine Montagelehre zur korrekten Positionierung erforderlich ist.
Abb. 11 Prinzipdarstellung des Aufbaus eines Federpaketes¶
Zur Anpassung der Federpakete bzw. deren Bestückung gehen Sie folgendermaßen vor:
Entfernen Sie den Schutzmantel. Lösen Sie dazu alle umliegenden Schrauben
Lösen Sie bei einem Federpaket die Befestigungsschrauben (B)
Drehen Sie die Schraube soweit heraus, dass das Gewinde sichtbar ist
Lassen Sie die Schraube durch Klemmplatte (C), Zwischenplättchen (A) und Blattfedern (D) gesteckt, da sonst die Zwischenplättchen herausfallen können
Entnehmen Sie das Federpaket, um anwendungsspezifische Anpassungen vorzunehmen
Beim Anziehen der Federpakete ist auf eine parallele Ausrichtung zu achten
Das Federpaket muss anschließend mit dem vorgegeben Drehmoment angezogen werden
Wichtig
Um alle Federpakete gleichzeitig zu lösen oder den Schwinger auszutauschen, wird eine Montagelehre benötigt. Diese stellt die exakte Positionierung von Schwinger zu Gegenmasse sicher.
Bemerkung
Achten Sie darauf, dass die Anzahl der Federn je Federpaket untereinander nicht um mehr als 2 bis 3 Federn abweicht.
Federbefestigungsschraube für Federpakete SRC-N160
Qualität |
8.8 |
|---|---|
Drehmoment [Nm] |
25 |
Anpassen des Federwinkels¶
Rundförder von RNA werden standardmäßig mit einem Federwinkel von 15° ausgeliefert. Diesen Winkel kann man mit Hilfe von Korrekturkeilen verändern. Erhältlich sind diese Korrekturkeile mit einem Winkel von 5° sowie 8°. Somit ergeben sich folgende Möglichkeiten, den Federwinkel zu verändern.
Federwinkel |
Keil |
neuer Federwinkel |
|---|---|---|
15° |
-8° |
7° |
15° |
-5° |
10° |
15° |
+5° |
20° |
15° |
+8° |
23° |
Federwinkel < 15 °
Vorteile
Besseres Förderverhalten bei Fördergut mit geringen Abdeckungsspiel
Ruhigeres Laufverhalten (Fördergut gleitet)
Es können sehr feine Sortiermerkmale verwendet werden
Nachteile
Es können Stellen entstehen, an denen das Fördergut langsamer läuft
Sortieranbauten, die mechanisch nicht ausreichend verstrebt sind, können Eigenschwingungen erzeugen
Fördergut mit zusätzlichen Adhäsionskräften (z.B. öliges Fördergut oder statische Aufladung) wird schlechter gefördert
Federwinkel > 15 °
Vorteile
bei geringer Laufgeschwindigkeit wird ein gleichmäßiges Förderverhalten erreicht
steilere Förderstrecken werden besser überwunden
Stellen, an denen das Fördergut langsamer läuft, werden minimiert
der Unterschied der Fördergeschwindigkeit beim vollem und leerem Sortiertopf wird geringer
Fördergut mit zusätzlichen Adhäsionskräften (z.B. öliges Fördergut oder statische Aufladung) wird besser gefördert
Nachteile
das Fördergut wird unruhiger gefördert
das Fördergut wird in Sortierführungen mit geringem Höhenspiel schlechter gefördert
Fördergut mit feinen Sortiermerkmalen werden schlechter sortiert